Endosonographie (EUS) in Frankfurt: Ablauf, Einsatzgebiete und Vorbereitung
Die Endosonographie (endoskopischer Ultraschall, EUS) verbindet Endoskopie und Ultraschall in einer Untersuchung: Ein Ultraschallkopf an der Spitze eines flexiblen Endoskops liefert Bilder von innen – direkt durch die Wand von Speiseröhre, Magen oder Darm hindurch. Das ermöglicht eine deutlich präzisere Darstellung der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege und der Wandschichten des Verdauungstrakts, als es von außen möglich wäre, ohne störende Luftüberlagerung. Bei auffälligen Befunden kann in derselben Sitzung eine Gewebeprobe entnommen werden. Am CGB Frankfurt führt PD Dr. med. Mate Knabe, Spezialist für interventionelle Endoskopie, die Endosonographie durch.
Was ist eine Endosonographie?
Bei der Endosonographie wird ein spezielles Endoskop mit integriertem Ultraschallkopf über den Mund eingeführt. Da der Schallkopf direkt an der Magen- oder Darmwand anliegt, entfällt die Streuung durch Luft im Bauchraum, die eine äußere Ultraschalluntersuchung erschwert. Dadurch lassen sich die einzelnen Wandschichten des Verdauungstrakts sowie benachbarte Strukturen wie Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Lymphknoten und größere Gefäße besonders genau beurteilen.
Wann wird eine Endosonographie eingesetzt?
Die Endosonographie kommt vor allem bei folgenden Fragestellungen zum Einsatz:
- unklare Veränderungen an der Bauchspeicheldrüse, etwa Zysten oder Raumforderungen
- Verdacht auf Gallengangssteine, die in anderen Verfahren nicht eindeutig sichtbar waren
- genaue Einordnung (Staging) von Tumoren der Speiseröhre, des Magens oder des Enddarms – wie tief ein Tumor in die Wand hineinreicht und ob Lymphknoten betroffen sind
- unklare Befunde in unmittelbarer Nähe des Verdauungstrakts
- gezielte Gewebeentnahme (Feinnadelpunktion) aus schwer zugänglichen Raumforderungen oder Lymphknoten
Wie läuft die Untersuchung ab?
| Schritt | Was Sie erwartet |
|---|---|
| Vorbereitung | Nüchternheit wie vor einer Magenspiegelung, ärztliches Aufklärungsgespräch vorab |
| Durchführung | Einführung des Endoskops über den Mund, meist unter Sedierung, Dauer ca. 20–40 Minuten |
| Bei Bedarf | Feinnadelpunktion zur Gewebeentnahme in derselben Sitzung |
| Nachsorge | kurze Überwachungszeit nach der Sedierung, keine aktive Teilnahme am Straßenverkehr am selben Tag |
Welche Risiken gibt es?
Die Endosonographie ist ein etabliertes, risikoarmes Verfahren, vergleichbar mit einer Magenspiegelung. Wird zusätzlich eine Gewebeprobe entnommen, besteht wie bei jedem Eingriff ein geringes Risiko für Blutungen oder Verletzungen der Wand. Auch die Sedierung selbst ist mit einem – in der Regel sehr geringen – Restrisiko verbunden. Im persönlichen Aufklärungsgespräch vor der Untersuchung gehen wir individuell auf Ihre Situation ein.
Warum Endosonographie am CGB Frankfurt?
PD Dr. med. Mate Knabe ist auf interventionelle Endoskopie spezialisiert und führt die Endosonographie regelmäßig durch – von der reinen Diagnostik bis zur gezielten Gewebeentnahme. Zeigt sich ein auffälliger oder bösartiger Befund, wird dieser im interdisziplinären Tumorboard des Onkologischen Zentrums Bethanien besprochen – die weitere Behandlung erfolgt abgestimmt zwischen Gastroenterologie, Chirurgie und Onkologie.
PD Dr. Knabe ist spezialisiert auf interventionelle Endoskopie, endoskopische Submukosadissektion (ESD), POEM und das Achalasie-Zentrum am CGB. Er ist Mitbegründer und wissenschaftliche Leitung der Workshop Week Rhein/Ruhr, dem größten praxisorientierten Gastroenterologie-Kongress Deutschlands. Zum Profil
