Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts – Diagnose & Behandlung in Frankfurt
Unsere Praxis behandelt das gesamte Spektrum der Gastroenterologie, Hepatologie und gastrointestinalen Onkologie – von Speiseröhre, Magen und Darm über die Leber bis zu Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse. Hier finden Sie kompakte Informationen zu den häufigsten Krankheitsbildern.
Darmkrebs ist bei frühzeitiger Erkennung in den meisten Fällen heilbar. Ab 50 Jahren – bei familiärer Vorbelastung früher – besteht gesetzlicher Anspruch auf Vorsorgekoloskopie. Die Koloskopie Frankfurt ist die einzige Methode, die Krebs nicht nur erkennt, sondern durch Polypenabtragung auch verhindert. Wie Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten, lesen Sie unter Vorbereitung Darmspiegelung.
Chronisch-entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, bei der eine überschießende Ansammlung von Eosinophilen die Schleimhaut schädigt. Typische Beschwerden sind Schluckstörungen und das Steckenbleiben von Speisen. Die Diagnose erfordert eine Gastroskopie mit Biopsie.
Behandlung: Protonenpumpenhemmer, topische Steroide oder Dupilumab – auf Wunsch auch im Rahmen klinischer Studien.
Motilitätsstörung der Speiseröhre, bei der der untere Ösophagussphinkter sich nicht ausreichend öffnet. Leitsymptom ist die progrediente Dysphagie für feste und flüssige Speisen. Diagnostik: Ösophagusmanometrie, Gastroskopie.
Therapie: pneumatische Dilatation, POEM oder chirurgische Myotomie – bei uns im spezialisierten Achalasiezentrum Rhein-Main.
Umbau der Schleimhaut der unteren Speiseröhre, meist Folge langjährigen Sodbrennens. Der Barrett-Ösophagus gilt als Krebsvorstufe und sollte regelmäßig endoskopisch überwacht werden – in welchem Abstand, richtet sich nach Segmentlänge und Gewebebefund.
Therapie: Frühe Neoplasien entfernen wir endoskopisch durch EMR und ESD; anschließend veröden wir das verbliebene Barrett-Epithel mit Ablationsverfahren (RFA, Hybrid-APC). Ein Schwerpunkt unseres Zentrums.
Entzündung der Magenschleimhaut, häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori oder durch Medikamente (z. B. Schmerzmittel). Die Diagnose erfolgt per Magenspiegelung mit Gewebeprobe.
Therapie: Säureblocker; eine Helicobacter-Infektion behandeln wir mit einer gezielten Antibiotika-Kombination (Eradikation).
Ein Schleimhautdefekt in Magen oder Zwölffingerdarm, meist ausgelöst durch Helicobacter pylori oder Schmerzmittel (NSAR). Leitsymptom sind Oberbauchschmerzen; eine gefürchtete Komplikation ist die Blutung.
Therapie: Protonenpumpenhemmer, Helicobacter-Eradikation und – bei Blutungen – die endoskopische Blutstillung.
Ausstülpungen der Dickdarmwand (Divertikel) sind sehr häufig und meist harmlos. Entzünden sie sich (Divertikulitis), kommt es zu Schmerzen im linken Unterbauch und Fieber.
Diagnostik & Therapie: Koloskopie bzw. CT; je nach Schweregrad von ballaststoffreicher Ernährung bis Antibiotika, selten Operation.
Autoimmunreaktion auf Gluten mit Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Typisch sind Durchfälle, Blähungen und Mangelzustände. Die Diagnose erfolgt über Antikörper und eine Dünndarmbiopsie.
Therapie: lebenslange glutenfreie Ernährung – unterstützt durch unsere Ernährungsberatung.
Laktose-, Fruktose- oder Histaminunverträglichkeit verursachen Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen. Die Abklärung erfolgt u. a. per H2-Atemtest.
Therapie: gezielte Ernährungsumstellung, begleitet durch unsere Ernährungsberatung.
Chronische Dickdarmentzündung mit wässrigen Durchfällen bei endoskopisch unauffälliger Schleimhaut – die Diagnose gelingt nur durch Gewebeproben (Kollagene bzw. lymphozytäre Kolitis).
Therapie: in der Regel Budesonid; wir betreuen mikroskopische Kolitis auch im Rahmen klinischer Studien.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa behandeln wir in einer spezialisierten CED-Sprechstunde mit allen modernen Therapien einschließlich Biologika- und Antikörpertherapien – auf Wunsch auch im Rahmen klinischer Studien.
Kann den gesamten Magen-Darm-Trakt befallen, häufig terminales Ileum und Dickdarm. Beschwerden: Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust, Erschöpfung.
Therapie: Immunmodulatoren, Biologika (Anti-TNF, Anti-Integrin, IL-12/23-Hemmer). Ziel ist eine stabile, dauerhaft erhaltene Remission mit mukosaler Heilung.
Chronisch-entzündliche Erkrankung mit Befall des Dickdarms. Typisch: blutige Durchfälle, Bauchkrämpfe, Schübe im Wechsel mit beschwerdefreien Phasen.
Therapie: je nach Schweregrad 5-ASA, Steroide im Schub, Immunmodulatoren, Biologika oder neuere Wirkstoffe (JAK-Inhibitoren, S1P-Modulatoren).
Wir betreuen Patienten mit bösartigen Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Trakts und der hepatobiliären Organe in enger Zusammenarbeit mit der Onkologie Bethanien, der Chirurgie und der Radiologie – jeder Fall wird im wöchentlichen Tumorboard besprochen.
Häufigster gastrointestinaler Tumor; Früherkennung und Nachsorge sind zentrale Schwerpunkte unserer Praxis. Jährlich betreuen wir über 100 Patienten im Rahmen des DKG-zertifizierten Darmkrebszentrums Bethanien. Frühe Tumoren entfernen wir häufig endoskopisch per EMR oder ESD.
Staging mittels Endosonografie (EUS), endoskopische Therapie von Frühkarzinomen (EMR/ESD) und Begleitung multimodaler Behandlungskonzepte einschließlich Chemotherapie, Immuntherapie und endoskopischer Palliation. Häufigster Ausgangspunkt des Adenokarzinoms der Speiseröhre ist der Barrett-Ösophagus.
Früherkennung bei Risikopatienten mit Leberzirrhose oder chronischer Hepatitis durch regelmäßige Sonographie und AFP-Bestimmung. Interventionelle und systemische Therapiekonzepte in enger Zusammenarbeit mit der Onkologie. Mehr zu Vorsorge und Therapie auf unserer Seite zu Leberkrebs (HCC).
Diagnostik einschließlich EUS mit Feinnadelpunktion, ERCP und Cholangioskopie. Interdisziplinäre Therapieplanung im wöchentlichen Tumorboard.
Seltene, meist langsam wachsende Tumoren des Magen-Darm-Trakts und der Bauchspeicheldrüse. Diagnostik per Endoskopie, Endosonografie und spezieller Bildgebung; kleine Tumoren lassen sich häufig endoskopisch entfernen, die weitere Therapie wird interdisziplinär im Tumorboard geplant.
Chronische Virushepatitis, die unbehandelt zur Leberzirrhose und zum hepatozellulären Karzinom führen kann.
Therapie: antivirale Dauertherapie zur Virussuppression; regelmäßige Überwachung ist essenziell.
Heute in der Regel innerhalb von 8–12 Wochen vollständig heilbar durch direkt antivirale Substanzen (DAAs). Frühzeitige Diagnose verhindert Spätschäden. Mehr zu Diagnostik und HCV-Therapie auf unserer Seite zu Hepatitis C.
Immunvermittelte Leberentzündung, die ohne Behandlung zur Zirrhose führt.
Therapie: Steroide und Azathioprin; langfristige Remissionserhaltung notwendig.
Chronische Autoimmunerkrankung der kleinen Gallenwege mit progredientem Verlauf.
Therapie: Ursodesoxycholsäure (UDCA), bei unzureichendem Ansprechen Obeticholsäure oder Fibrate.
Entzündung und Vernarbung der Gallenwege, häufig assoziiert mit CED. Regelmäßiges Cholangiokarzinom-Screening erforderlich; zur Darstellung und Behandlung von Engstellen setzen wir ERCP und Cholangioskopie ein.
Häufigste Lebererkrankung in der westlichen Welt, eng verknüpft mit metabolischem Syndrom, Adipositas und Diabetes.
Therapie: Lebensstiländerung und Gewichtsreduktion – unterstützt durch unsere Ernährungsberatung; bei fortgeschrittener MASH inzwischen auch medikamentöse Optionen (z. B. ein Schilddrüsenhormonrezeptor-Agonist). Hintergründe und aktuelle Entwicklungen auf unserer Seite zu Fettleber (MASLD).
Vernarbung des Lebergewebes als Endstadium chronischer Lebererkrankungen, mit Komplikationen wie Bauchwasser (Aszites) und Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen).
Betreuung: Diagnostik (u. a. Elastographie), Komplikationsmanagement einschließlich Varizenbehandlung und HCC-Früherkennung.
Erbliche Stoffwechselerkrankungen mit Eisen- (Hämochromatose) bzw. Kupferüberladung (Morbus Wilson), die unbehandelt die Leber schädigen.
Diagnostik & Therapie: Labor und Genetik; Behandlung durch Aderlässe (Hämochromatose) bzw. kupferbindende Medikamente (Morbus Wilson).
Gallensteine in der Gallenblase oder im Gallengang können Koliken, Entzündungen und einen Gallestau (Ikterus) verursachen. Nicht eindeutige Befunde klären wir mit der Endosonographie ab.
Therapie: Steine im Gallengang entfernen wir minimalinvasiv per ERCP; bei Gallenblasensteinen erfolgt ggf. die operative Entfernung durch die Chirurgie.
Bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden, Blut im Stuhl, Schluckstörungen, unklaren Bauchschmerzen, ungewolltem Gewichtsverlust oder auffälligen Leberwerten – sowie zur Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren. Termin vereinbaren.
Blut im oder am Stuhl, schwarz gefärbter Stuhl, neue oder anhaltende Schluckstörungen, wiederholte krampfartige Bauchschmerzen, ungewollter Gewichtsverlust oder eine neu aufgetretene Blutarmut sollten zeitnah untersucht werden.
Die Magenspiegelung (Gastroskopie) untersucht Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, die Darmspiegelung (Koloskopie) den Dickdarm. Welche Untersuchung sinnvoll ist, richtet sich nach Ihren Beschwerden und wird im Vorgespräch geklärt.
Ein Ultraschall „von innen": Über ein Endoskop wird die Wand von Speiseröhre, Magen und Darm sowie benachbarter Organe wie Bauchspeicheldrüse und Gallenwege hochauflösend dargestellt – wichtig für Tumorstaging und für Feinnadelpunktionen. Mehr unter Endosonographie.
In vielen Fällen ja. Solange eine Veränderung auf die oberste Schleimhautschicht begrenzt ist, lässt sie sich endoskopisch entfernen – durch EMR oder ESD. Das Organ bleibt dabei erhalten. Ob das möglich ist, entscheidet sich anhand von Größe, Form und Eindringtiefe der Veränderung.
