AGAPLESION Viszeralmedizinisches Zentrum Frankfurt: Bauchorgane an zwei Standorten gemeinsam behandelt

Symbolbild (KI-generiert): Roboterassistierte Operation mit dem Da-Vinci-System – Chirurg an der Konsole, OP-Team am Patienten

Das AGAPLESION Viszeralmedizinische Zentrum Frankfurt wurde im Oktober 2026 gegründet. Darin arbeiten das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS und das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS mit den auf die Bauchorgane spezialisierten Praxen am Bethanien Krankenhaus zusammen – darunter das Centrum Gastroenterologie Bethanien (CGB). Behandelt werden gut- und bösartige Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse, von der Vorsorge bis zur Nachsorge. Für Patientinnen und Patienten heißt das: Befunde liegen allen Beteiligten vor, der Fall wird gemeinsam besprochen, und Termine werden zwischen den Standorten abgestimmt. Das Zentrum wird gemeinsam von Prof. Dr. med. Christoph Heidenhain und Prof. Dr. med. Fabian Finkelmeier geleitet.

  • 10/2026 Gründung des Zentrums
  • 2 Standorte Markus Krankenhaus und Bethanien Krankenhaus
  • 3 Da-Vinci-Operationssysteme
  • 2× pro Woche interdisziplinäres Tumorboard

Was ist das Viszeralmedizinische Zentrum Frankfurt?

Viszeralmedizin ist die Medizin der Bauchorgane: Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm und Enddarm, Leber, Gallenblase und Gallenwege, Bauchspeicheldrüse, Bauchfell und Bauchwand. Viele Erkrankungen dieser Organe brauchen mehr als ein Fachgebiet – etwa die Gastroenterologie für Diagnose und Endoskopie, die Chirurgie für die Operation und die Onkologie für die medikamentöse Behandlung.

Bisher mussten Betroffene dafür häufig Termine an verschiedenen Standorten und bei verschiedenen Fachrichtungen selbst vereinbaren. Mit dem AGAPLESION Viszeralmedizinischen Zentrum Frankfurt bündeln die beiden Frankfurter AGAPLESION Krankenhäuser ihre Erfahrung in Diagnostik und Behandlung der Bauchorgane1. Ambulante und stationäre Versorgung greifen ineinander: Die Praxen am Bethanien Krankenhaus übernehmen Diagnostik, Sprechstunden und ambulante Therapie, die Kliniken an beiden Standorten die stationäre Behandlung und die Operationen.

Das Zentrum bündelt nach eigenen Angaben eine der größten ambulanten gastroenterologischen und onkologischen Versorgungen der Region, das seit 2010 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Darmzentrum am Bethanien Krankenhaus, das zertifizierte Viszeralonkologische Zentrum, das interdisziplinäre Zentrum für roboterassistierte Chirurgie und eine standortübergreifende Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Alle Bereiche arbeiten im Onkologischen Zentrum der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN zusammen2.

Wer gehört zum Zentrum?

Im Zentrum arbeiten Gastroenterologie und Hepatologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Palliativmedizin zusammen – an beiden Krankenhäusern und gemeinsam mit den Praxen am Bethanien Krankenhaus. Die Partner im Überblick:

Hinzu kommen Kooperations- und Studienpartner: Pathologie, Ernährungsmedizin und Diätberatung, Stomatherapie, onkologische Fachpflege, Psychoonkologie, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Selbsthilfegruppen, das Institut für Klinische Krebsforschung und das OnkoNet Rhein-Main.

Welche Erkrankungen werden im Zentrum behandelt?

BereichBeispiele
Darm und EnddarmBlut im Stuhl (Darmspiegelung), Vorsorge-Darmspiegelung, Polypen, Divertikelkrankheit, Darmkrebs und Enddarmkrebs, roboterassistierte Operationen, Krebsnachsorge
Speiseröhre und MagenSodbrennen und Refluxkrankheit, Barrett-Ösophagus, Zwerchfellbruch, Schluckstörungen, Magenschleimhautentzündung, Magen- und Speiseröhrenkrebs
Leber und GallenwegeFettleber, Leberentzündung, Leberzirrhose, Lebertumoren und Lebermetastasen, Gallensteine, Gallengangsverschluss, Gelbsucht
Bauchspeicheldrüseakute und chronische Entzündung, Zysten, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Endosonographie mit Gewebeentnahme
Chronisch-entzündliche DarmerkrankungenMorbus Crohn und Colitis ulcerosa: moderne medikamentöse und endoskopische Therapie, Betreuung in der Schwangerschaft, Operation bei Komplikationen, Studien
Brüche der BauchwandLeisten-, Nabel-, Narben- und Zwerchfellbruch – offen, minimalinvasiv oder roboterassistiert, je nach Befund
Enddarm und BeckenbodenHämorrhoiden, Analfissuren und Fisteln, Stuhlinkontinenz, Enddarmvorfall, Beckenbodenschwäche – konservativ und operativ
Krebserkrankungen der Bauchorganemedikamentöse Tumortherapie, Immun- und Antikörpertherapie, Strahlentherapie, Studien, Ernährungsberatung und Stomaberatung, psychoonkologische Begleitung, Palliativmedizin

Diagnostik: von der Spiegelung bis zur Bildgebung

Am Anfang jeder Behandlung steht eine genaue Diagnose. Im Zentrum stehen dafür zur Verfügung:

  • Magen- und Darmspiegelung, einschließlich der Abtragung großer Polypen (EMR und ESD)
  • Endosonographie (Ultraschall von innen) mit Gewebeentnahme
  • Doppelballon-Enteroskopie zur Untersuchung des Dünndarms
  • ERCP zur Diagnostik und Behandlung an den Gallenwegen
  • Kontrastmittel-Ultraschall, CT und MRT sowie nuklearmedizinische Diagnostik
  • Funktionsuntersuchungen von Speiseröhre und Enddarm

Für Sie bedeutet das: Die meisten Untersuchungen sind innerhalb des Zentrums möglich, und die Ergebnisse stehen allen Partnern zur Verfügung. Doppeluntersuchungen und lange Wege zwischen Einrichtungen sollen so vermieden werden.

Robotische Chirurgie an beiden Standorten

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, bislang am Markus Krankenhaus angesiedelt, ist mit der Gründung des Zentrums auch am Bethanien Krankenhaus vertreten. Dort steht seit Oktober 2026 zusätzlich ein Da-Vinci-Operationssystem zur Verfügung. Damit sind roboterassistierte Eingriffe an beiden Standorten möglich. Das Interdisziplinäre Zentrum für roboterassistierte Chirurgie der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN ist eine eigene Einrichtung unter Leitung von Prof. Dr. med. univ. Georg Bartsch, Chefarzt der Klinik für Urologie, der die roboterassistierte Chirurgie Anfang 2019 am Markus Krankenhaus eingeführt hat. Neben der Urologie operieren dort unter anderem die Allgemein- und Viszeralchirurgie, die Kopf-Hals-Chirurgie und die Thoraxchirurgie. Das Zentrum arbeitet nach eigenen Angaben mit drei Da-Vinci-Systemen – das dritte kam im Oktober 2026 hinzu –, führt über 1.000 roboterassistierte Eingriffe pro Jahr durch und ist Ausbildungs- und Kompetenzzentrum unter anderem für Eingriffe an Bauchspeicheldrüse, Darm und Bauchwandbrüchen3.

Wie die roboterassistierte Chirurgie funktioniert und was Studien zu ihr zeigen, erklären wir ausführlich in den Beiträgen Robotische Chirurgie am Bethanien Krankenhaus und Roboter-Operation beim Rektumkarzinom.

Tumorboard und CED-Board: gemeinsame Entscheidungen

Das Herzstück des Zentrums sind die gemeinsamen Fallkonferenzen. Im Tumorboard des Onkologischen Zentrums, das zweimal pro Woche stattfindet, beraten Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und Palliativmedizin gemeinsam über die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen und legen eine individuelle Therapieempfehlung fest2. Beim Enddarmkrebs entscheidet das Tumorboard zum Beispiel, ob vor der Operation bestrahlt oder eine Chemotherapie gegeben wird – mehr dazu im Beitrag Rektumkarzinom: moderne Therapie.

Für Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gibt es eine eigene gemeinsame Konferenz, das CED-Board, angebunden an die Medizinische Klinik I des Markus Krankenhauses unter Chefarzt Prof. Dr. med. Axel Dignaß. Hier stimmen Gastroenterologie und Chirurgie ab, wann eine medikamentöse, endoskopische oder operative Behandlung sinnvoll ist.

Zertifizierte Qualität

Alle zertifizierten Krebszentren mit ihren Partnern verzeichnet die Deutsche Krebsgesellschaft in OncoMap.

Zertifizierte Zentren müssen jährlich nachweisen, dass sie Mindestmengen erreichen, Fälle interdisziplinär besprechen und ihre Ergebnisse dokumentieren.

Der Weg ins Zentrum

  • Beschwerden, Vorsorge, Zweitmeinung: Termin am CGB Frankfurt über unsere Terminwege oder telefonisch unter 069 4600060. Von hier aus werden weitere Untersuchungen, das Tumorboard und die Vorstellung bei den Partnern koordiniert.
  • Zentrum direkt: Telefon (069) 46 08 - 64 56, Montag bis Freitag 8.30 bis 16.00 Uhr. Alle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner mit Telefonnummern finden Sie auf den Zentrumsseiten des Bethanien Krankenhauses und des Markus Krankenhauses.
  • Für Ärztinnen und Ärzte: Kontakt über Doctolib Connect oder Siilo, Hinweise auf der Seite für Zuweiser und auf der Zentrumsseite.

Standorte: AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS, Im Prüfling 21–25, 60389 Frankfurt am Main · AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Wilhelm-Epstein-Straße 4, 60431 Frankfurt am Main.

Häufige Fragen zum Viszeralmedizinischen Zentrum Frankfurt

Was ist das AGAPLESION Viszeralmedizinische Zentrum Frankfurt?

Ein im Oktober 2026 gegründeter Verbund des AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS und des AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS mit den auf die Bauchorgane spezialisierten Praxen am Bethanien Krankenhaus. Gemeinsam werden Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse behandelt, von der Vorsorge bis zur Nachsorge.

Was bedeutet Viszeralmedizin?

Viszeralmedizin ist die Medizin der Bauchorgane. Sie umfasst Speiseröhre, Magen, Dünn-, Dick- und Enddarm, Leber, Gallenblase und Gallenwege, Bauchspeicheldrüse, Bauchfell und Bauchwand und verbindet vor allem Gastroenterologie und Viszeralchirurgie.

An welchen Standorten arbeitet das Zentrum?

An zwei Standorten: am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS im Frankfurter Nordend (Im Prüfling 21–25) und am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS in Frankfurt-Ginnheim (Wilhelm-Epstein-Straße 4). Termine und Untersuchungen werden zwischen beiden Standorten abgestimmt.

Wer leitet das Zentrum?

Das Zentrum wird gemeinsam von Prof. Dr. med. Christoph Heidenhain, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Prof. Dr. med. Fabian Finkelmeier, Gastroenterologe am Centrum Gastroenterologie Bethanien, geleitet.

Welche Einrichtungen gehören dazu?

Die Medizinische Klinik I und die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Markus Krankenhaus, die standortübergreifenden Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie und für Palliativmedizin, die Radiologie beider Standorte, das Zentrum für roboterassistierte Chirurgie sowie das Centrum Gastroenterologie Bethanien, das Centrum für Hämatologie und Onkologie Bethanien und das Chirurgische Zentrum am Bethanien Krankenhaus.

Welche Erkrankungen werden behandelt?

Unter anderem Darmkrebs und seine Vorstufen, Erkrankungen von Speiseröhre und Magen, Fettleber, Leberzirrhose und Lebertumoren, Gallensteine, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Brüche der Bauchwand sowie Erkrankungen von Enddarm und Beckenboden.

Welchen Vorteil habe ich als Patientin oder Patient?

Sie müssen sich nicht selbst durch verschiedene Einrichtungen und Abteilungen bewegen. Ihre Befunde liegen allen Beteiligten vor, Ihr Fall wird gemeinsam besprochen, und Sie erhalten einen Behandlungsplan, hinter dem alle Fachrichtungen stehen. Ambulante und stationäre Behandlung greifen ineinander.

Was ist ein Tumorboard?

Eine Fallkonferenz, in der Fachleute aus Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und Palliativmedizin gemeinsam die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten festlegen. Im Viszeralmedizinischen Zentrum Frankfurt findet es zweimal pro Woche statt.

Was ist das CED-Board?

Eine gemeinsame Konferenz für Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, in der Gastroenterologie und Chirurgie die Behandlung abstimmen.

Wird im Zentrum mit dem Da-Vinci-Roboter operiert?

Ja. Das Interdisziplinäre Zentrum für roboterassistierte Chirurgie der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN unter Leitung von Prof. Dr. Georg Bartsch arbeitet mit drei Da-Vinci-Systemen und führt über 1.000 roboterassistierte Eingriffe pro Jahr durch. Seit Oktober 2026 steht auch am Bethanien Krankenhaus ein System zur Verfügung, sodass roboterassistierte Eingriffe an beiden Standorten möglich sind.

Ist das Zentrum zertifiziert?

Das Darmzentrum am Bethanien Krankenhaus ist seit 2010 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Das Viszeralonkologische Zentrum ist für Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zertifiziert, für Magenkrebs läuft das Zertifizierungsverfahren. Alle Bereiche arbeiten im Onkologischen Zentrum der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN zusammen.

Wie bekomme ich einen Termin?

Für Beschwerden, Vorsorge oder eine Zweitmeinung können Sie am Centrum Gastroenterologie Bethanien online über Doctolib oder telefonisch unter 069 4600060 einen Termin vereinbaren. Das Zentrum selbst ist Montag bis Freitag von 8.30 bis 16.00 Uhr unter (069) 46 08 - 64 56 erreichbar.

Termin am CGB: Ihr Einstieg ins Viszeralmedizinische Zentrum

Ob Vorsorge, unklare Beschwerden oder eine neue Diagnose: Am CGB Frankfurt klären wir den Befund und koordinieren, wenn nötig, Tumorboard, Operation und Weiterbehandlung mit den Partnern des Zentrums an beiden Standorten.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Welche Behandlung im Einzelfall richtig ist, hängt vom individuellen Befund ab und wird im persönlichen Gespräch sowie im interdisziplinären Tumorboard festgelegt.

Quellen

  1. AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN, Unternehmenskommunikation, AGAPLESION Viszeralmedizinisches Zentrum Frankfurt gegründet, Pressemitteilung vom 16.10.2026
  2. AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS, AGAPLESION Viszeralmedizinisches Zentrum Frankfurt, abgerufen 30.10.2026
  3. AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN, Interdisziplinäres Zentrum für roboterassistierte Chirurgie, abgerufen 9/2026

Zuletzt fachlich geprüft: 30.10.26 · Prof. Dr. Dr. med. Fabian Finkelmeier